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auf der Homepage der ambulanten Suchtkrankenhilfe (ambuS) GmbH – Therapieverbund Ostsachsen.

 

Die ambuS GmbH ist eine staatlich anerkannte Einrichtung und bietet ambulante medizinische Rehabilitation für Abhängigkeitskranke (ambulante Entwöhnungsbehandlungen) im Raum Ostsachsen an.

 

Ich hoffe, Sie finden auf den nächsten Seiten alle wichtigen Informationen zu unserem Behandlungsangebot. Selbstverständlich können Sie sich bei Fragen gern direkt an uns wenden.

 

Michaela Priehäußer


Geschäftsführerin der ambuS GmbH
Dipl. Sozialarbeiterin/-pädagogin (FH)
Sozialtherapeutin/Sucht (vt)

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Alkoholismus ist eine weit verbreitete Krankheit in Deutschland.

 

In einer von Fichter et. al. 1996 veröffentlichten Studie1), die eine Population in Oberbayern untersuchte, fanden sich bei immerhin 3,1% der großen untersuchten Stichprobe Anhaltspunkte für die Diagnose einer Alkoholabhängigkeit entsprechend den Kriterien des ICD 10.

 

Ähnliche Zahlen finden sich auch in Sachsen, so dass es nicht verwundert, wenn allein 2006 etwa 28.000 Klienten in den Suchtberatungsstätten unseres Freistaates behandelt und beraten wurden. Alkoholabhängigkeit führt immer zu erheblichen psychosozialen Problemen und ist damit, nicht nur für die Betroffenen, sondern auch und gerade für ihre Angehörigen als auch das soziale Umfeld ein erhebliches Problem.

 

Eine Heilung der Erkrankten ist nicht möglich, Ziel der Behandlung ist vielmehr ein Problembewusstsein bei den Betroffenen zu erwecken, eine möglichst lang andauernde Abstinenz zu erreichen und Verhaltensweisen zu vermitteln, die nach einem möglichen Rückfall zu dessen rascher Beendigung und Inanspruchnahme entsprechend qualifizierter Hilfe führt.

 

Durch die Durchführung einer qualifizierten suchtspezifischen Behandlung, die auf entsprechend aktuellen Empfehlungen2) basiert ist, eine immerhin 60%ige Abstinenzquote nach einem Jahr zu erreichen, die stationäre Entwöhnungsbehandlung ist dabei der ambulanten Entwöhnungsbehandlung nicht überlegen. Die ambulante Entwöhnungsbehandlung von Alkoholabhängigen, die wir seit 2006 durchführen, bietet den Vorteil, dass die Betroffenen nicht für mehrere Wochen ihre Familien verlassen müssen und nicht ihren Arbeitsplatz gefährden.

 

Auch durch die Unmittelbarkeit von Therapie und Alltag gelingt die Übernahme von in der Therapie gelernten Verhaltensweisen in den Alltag hinein besser. Voraussetzung für eine Teilnahme an dieser Therapieform ist eine ausreichende soziale Integration der Betroffenen, deren ausreichende Motivation dafür und der Ausschluss schwerwiegender hirnorganischer Veränderungen durch Alkohol.

1)Fichter, M. M. et al.: Prevalence of mental illness in Germany and the United States. Comparison of the Upper Baverian Study and the Epidemiological Catchment Area Programm.; Journal of Nerval and Mental Disorders. 184 (1996) pp. 598-606

 

2)Kiefer, F., Mann, K.: Evidenzbasierte Behandlung der Alkoholabhängigkeit. Nervenarzt, 11 (2007) S. 1321-1329 und Frick, K., Berner, M.: Alkoholbezogene Störungen. Info Neurologie und Psychiatrie, 6 (2007) S. 30-33

 

Dr. med. Martin Fuhrmann


Ärztliche Leitung
FA für Neurologie, FA für Psychiatrie und Psychotherapie
Arzt für suchtmedizinische Grundversorgung